Donnerstag, 18. Oktober 2018
Notruf: 112

Das Ende einer Eiche - erste Einsatz unseres Unimogs

Baiersdorf, 18. Dezember 1999

Die Eiche war groß, stark verzweigt und stand im Garten eines Kindergartens - zwischen Spielgeräten und direkt am Zaun zum Nachbarn. Das waren wohl kaum Voraussetzungen für eine einfache Fällung. Deshalb konnten die zehn Helfer nach dem ganztägigen Einsatz von morgens sieben Uhr bis abends um sieben Uhr auch stolz über die geleistete Arbeit sein. Konnten wir doch alle auf fundiertes Wissen des “Fichtenmopedführerscheins” vom Frühjahr zurückgreifen.

Die Eiche war ca. 25 Meter hoch und stellte bei jedem Sturm eine Gefahr für die Anwohner dar. Ohne den Unimogs mit Ladekran und Seilwinde wäre es kaum möglich gewesen, den Baum sicher zu Boden zu bringen. Doch auch durch diese Hilfsmittel war die Aufgabe nicht ganz einfach. Die Eiche war nach oben hin stark verzweigt und viele größere Äste ragten auf das Nachbargrundstück. Auch wusste man nicht, ob der Baum noch gesund oder bereits hohl war. Wir mussten uns also stückchenweise von oben nach unten vorarbeiten. Die kleineren Äste wurden mit dem Kran gesichert, langsam abgesägt und mit viel Fingerspitzengefühl aus dem Dickicht gezogen. Die drei großen Verzweigungen - jede von ihnen ca 1,5 Tonnen schwer - wurden mit der Seilwinde angehängt und mit Fallkerb und Fällschnitt größtenteils in die gewünschten Richtung gefällt. Der ca. 4 m hohe Stamm hatte ein Gewicht von ungefähr 4 Tonnen. Um möglichst wenig Schaden anzurichten, entfernten wir vorsorglich einen Teil des Zaunes und versetzten ein Gartenhäuschen. Soweit ging alles relativ gut, nur das Wetter hätte besser sein können; so war die ganze Aktion eine recht feuchte Angelegenheit. Regenkleidung konnte uns zwar trocken halten, aber die durchgeweichten Handschuhe erschwerten die Arbeit zusätzlich. Bis wir auf die Idee kamen, den Backofen des Kindergartens nicht nur zum Kuchenbacken, sondern auch zum “Aufbacken” von Handschuhen zu benutzen.

Am Abend war dann aber alles erledigt; die Äste waren zerkleinert und zu einem großen Haufen aufgetürmt. Gut, dass wir die Aktion noch vor Weihnachten erledigen konnten, denn den Sturm vom 2. Weihnachtsfeiertag hätte sie nicht mehr unbeschadet überstanden.


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