Mittwoch, 28. Juni 2017
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Bezirksjugendübung „Mittelfranken Hand in Hand“

Langlau, 16. April 2016

Die erste gemeinsame Bezirksjugendübung in Mittelfranken wurde mit großer Spannung erwartet. Am Samstag, den 16. April 2016, war es dann soweit und so trafen sich 10 Ortsverbände auf dem Übungsgelände in Langlau, um einen Vormittag lang herausfordernde und interessante Szenarien zu üben.

Die Übung wurde intensiv durch ein Team, bestehend aus der Bezirksjugendleitung Mittelfranken, Jugendbetreuern und dem Ortsverband Gunzenhausen, im Voraus geplant und aufgebaut. Alles wurde durchdacht, nur das Wetter spielte an diesem Tag nicht mit – es regnete am laufenden Band. Aber auch dieser „Übungsbestandteil“ stellte kein Problem dar, denn wir sind schließlich beim THW. Den 10 Gruppen wurden verschiedenste Unfallszenarien vorgegeben, die im Vorfeld nicht bekannt waren. Die Jugendgruppe aus Baiersdorf hatte bei Eintreffen mit dem GKW I folgendes Szenario:

„Eine Wohnsiedlung grenzt an einen Industriepark. Der Schornstein der benachbarten Fabrik hat ein Haus zerstört. Das komplette Dach und der Wohnbereich wurden weggerissen. Teile des ersten Obergeschosses stehen noch und die Bewohner werden vermisst. Es ist 22:30 Uhr am 11. Dezember 2016.“

Die allererste Aufgabe bestand deshalb darin die Einsatzstelle auszuleuchten. Parallel führten der Gruppen- und Truppführer ihre Erkundungen durch, hierbei wurden Schreie im ersten Stock ausgemacht. Durch zwei Steckleitern gelangten zwei Junghelfer ins Gebäude vor und fanden die schreiende Person mit Kopfplatzwunde und Unterkühlung. Diese wurde fachgerecht erstversorgt und mit Decken warmgehalten. Zwischenzeitlich konnte die Mannschaft außen mit zwei Steckleitern, Seilen, Schleifkorb, Erdnägeln, usw. eine schiefe Ebene vorbereiten. Auf dieser konnte der Verletzte schonend aus dem Gebäude gerettet und anschließend zum Verletztensammelplatz getragen werden.

Die zweite Person wurde zu dieser Zeit noch immer vermisst. Da man von außen sowie aus dem ersten Stock nicht in das Erdgeschoss vordringen konnte, fiel die Entscheidung auf einen Mauerdurchbruch. Das Bohrgerät war schnell aufgebaut, sodass zügig mit den Arbeiten begonnen wurde. Nach dem Schaffen eines Zugangs drangen zwei Junghelfer, gesichert mit Auffanggurt und Sicherungsseil, in das Erdgeschoss vor. Nach kurzer Suche wurde eine bewusstlose Person mit stark blutender Wunde am Arm gefunden. Die Person wurde erstversorgt und für den Transport vorbereitet. Währenddessen wurde von außen weiter an der Vergrößerung des Mauerdurchbruchs gearbeitet, sodass die Bergeschleppe hindurchpasste. Nachdem der Bewusstlose auf die Bergeschleppe verbracht wurde, konnte er durch den Mauerdurchbruch ins Freie gezogen werden. Hier wurde die Person in den Schleifkorb umgebettet und dann zur Verletztensammelstelle transportiert.

Die letzte Herausforderung war die Herstellung einer Wandabstützung aus Holz. Mit Hilfsmitteln, wie Metermaß, Anreißwinkel, Bügelsäge, Bauklammern, usw. konnte die Wandabstützung rasch hergestellt und aufgebaut werden.

Diese Übung hat bewiesen, dass unsere Jugendgruppe ohne viele Anleitungen eines Jugendbetreuers eigenständig im Team arbeiten und vergleichbar mit dem Technischen Zug ein breites Spektrum an Aufgaben erledigen kann. Für die Jugendlichen war es eine spannende Herausforderung und eine willkommene Abwechslung zu den regelmäßigen Ausbildungsdiensten.

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