Montag, 26. Juni 2017
Notruf: 112

Sprengung nach Großbrand in Erlangen

Erlangen, 01. November 2012

Ein Großbrand eines holzverarbeitenden Betriebes in Erlangen beschäftigte am 1. November 2012 hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK, Polizei und THW.

In der Nacht zum Donnerstag war ein Feuer in der Zimmerei ausgebrochen. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle brannte eine Halle auf dem weitläufigen Gelände lichterloh. Über 150 Feuerwehrleute aus sieben umliegenden Wehren kämpften gegen die Flammen. Bewohner mehrerer benachbarter Einfamilienhäuser wurden vorsorglich in der nahegelegenen Berufsschule in Sicherheit gebracht, da das Feuer überzugreifen drohte. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte dies aber verhindert werden. Die Bewohner durften wieder in ihre Häuser zurückkehren. Zur Unterstützung der Feuerwehr bei den Nachlöscharbeiten mit schwerem Gerät wurden am frühen Vormittag die THW-Ortsverbände Erlangen und Fürth alarmiert. Zusammen mit einem Bagger eines privaten Bauunternehmens rissen zwei Radlader des THW die einsturzgefährdeten Gebäudeteile nieder. An einem auf dem Firmengelände stehenden Hackschnitzelbunker scheiterten jedoch die schweren Baumaschinen. Da aber im Inneren ca. 40 Tonnen Brandgut schwelten, musste auch dieses Bauwerk kontrolliert niedergelegt werden. Hierzu wurde um 12:55 Uhr das THW Baiersdorf alarmiert.
Durch die Sprenggruppe des THW Baiersdorf wurde die Sprengung der zwei vorderen Betonstützen vorbereitet. Nach dem Bohren von je fünf Sprenglöchern wurde der Sprengstoff mit zehn elektrischen Zeitzündern in die Bohrlöcher eingebracht. Die Bohrungen wurden mit Sägespänen verdämmt und mit Geotextil sowie Maschendraht umwickelt, um den Streuflug gering zu halten. Nach der Fertigstellung der Zündanlage mussten ca. 300 Bewohner in der Umgebung ihre Häuser vorübergehend verlassen; die Feuerwehr warnte über Lautsprecher die Bevölkerung im Umkreis. Kurz vor 18:00 Uhr wurde die Sprengung dann durchgeführt, nachdem von der Polizei die Freigabe nach Sicherung der Umgebung erteilt worden war.
Der Spänebunker fiel exakt in die vorhergesehene Richtung und gab seinen brennenden Inhalt frei, der durch die Feuerwehr nun problemlos abgelöscht werden konnte. Nach der Sprengung wurde festgestellt, dass die sprengtechnischen Sicherungsmaßnahmen gewirkt haben, da der Streuflug auf die unmittelbare Umgebung der Sprengstelle beschränkt blieb.

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