Samstag, 21. April 2018
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Hilfstransport nach Charkow

Charkow, 20. Oktober - 01. November 2002

Auch in diesem Jahr wurde vom Ortsverband Baiersdorf aus wieder ein humanitärer Hilfstransport nach Charkow/Ukraine unter der Leitung von Christa Pörnbacher durchgeführt.

Am frühen Morgen des 20. Oktober 2002 um 06:30 Uhr machte sich der Konvoi, bestehend aus einem VW-Bus, drei Gliederzügen, einem LKW und den beiden Sattelzügen der Landesverbände Bayern und Nordrhein-Westfalen, mit 15 ehrenamtlichen Fahrern und Helfern auf den Weg. Die Fahrzeuge waren mit 172 Krankenhausbetten, Matrazen, Rollstühlen, Nachtkästchen, Nähmaschinen und Kleidung beladen, insgesamt 55 Tonnen bzw. 280 Kubikmeter Hilfsgüter.

In vier Tagesetappen führte die Hinreise über Gleiwitz (Polen), den Grenzübergang Hrebenne (Polen/Ukraine) und die ukrainische Stadt Zhitomir in die vom Ausgangsort 2450 km entfernt gelegene Partnerstadt Nürnbergs, nach Charkow. Um 00:05 Uhr des 24. Oktober 2002 konnte dann endlich in den Räumen des Operativen Rettungsdienstes (OCC) in Charkow die Unterkunft bezogen werden.

In den nächsten Tagen wurden die Hilfsgüter im Hospiz von Charkow, mit Unterstützung der ukrainischen Armee, abgeladen. Am 26. Oktober 2002 fuhren die beiden Sattelzüge nach Deutschland zurück, die restlichen vier LKW blieben noch bis zum 30. Oktober 2002. Während des Aufenthaltes boten neben den Besuchen im Hospiz und dem Invalidenverein auch einige offizielle Termine, einige Stadtbesichtigungen sowie ein Besuch des Deutschunterrichts einer Fachhochschule interessante Einblicke in das Leben der ukrainischen Bevölkerung.

Die Rückfahrt wurde am 30. Oktober 2002 um 05:00 Uhr mit den verbliebenen LKW angetreten. Nach Zwischenstationen in Zhitomir (Ukraine) und Rivne (Polen) wurde die Restetappe in einem Stück zurückgelegt. Am 01. November 2002 gegen 22:30 Uhr war dann der humanitäre Hilfstransport nach über 5800 km beendet.

Der gesamte Transport war eine lohnenswerte, wenn auch zeitweise zehrende Reise, die einen wertvollen Einblick in die ukrainische Kultur geben konnte und zugleich einem humanitären Zweck gedient hat.


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