Freitag, 23. Juni 2017
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Übungswochenende „Rödlberg”

Rödlberg, 23. August - 25. August 2013

Am Freitag, den 23. August 2013 um 16:00 Uhr, machten sich der Zugtrupp und die 1. Bergungsgruppe mit 17 Helfern und einer Vielzahl an Spezialgerätschaften auf den Weg zum THW-Übungsgelände der Geschäftsstelle Schwandorf.

Dieses bei Burglengenfeld gelegene Areal bietet durch beispielsweise einer verzweigten Bunkeranlage und einem unwegsamen Wald, eine Vielzahl an THW-typischen Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten. Neben diesen Möglichkeiten stehen auf dem Gelände noch Sanitär- und Schlafgebäude, sowie eine gut ausgestattete Küche zur Verfügung. Auf den Weg in die Oberpfalz machten sich: der MTW als Zugtruppfahrzeug, der GKW I mit 16 t Anhänger (beladen mit dem Einsatzgerüstsystem EGS und diversen Anbaugeräten für unseren Unimog-Kran), der Unimog-Kran mit Lichtmastanhänger (LiMa; 100 kVA) und der Sprinter (MLW V).

In Rödlberg angekommen wurden die Fahrzeuge entladen und ein Zelt als Schlafunterkunft aufgebaut. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Gelände mit Powermoon®, Halogenstrahlern, den Licht-masten von GKW I und LiMa sowie dem Beleuchtungsgerät des Unimog-Krans (Lichtpunkthöhe 22 m) großflächig ausgeleuchtet.

Am Samstag um 05:58 Uhr wurden die anwesenden Helfer durch eine SMS-Alarmierung aus dem Tiefschlaf gerissen! Wenige Minuten später war die Mannschaft voll einsatzbereit und erhielt durch den Zugführer den Einsatzauftrag: „Rettung zweier vermisster Arbeiter nach Unglück in der Bunkeranlage”. Nach kurzer Zeit konnten die zwei vermissten Personen in tiefen, schwerzugänglichen Bunkerschächten leblos ausfindig gemacht werden. Nach der Erstversorgung wurden die Arbeiter mit Hilfe des Schleifkorbs aus den Schächten befreit und anschließend die erste Person durch den Kran des Unimogs und die zweite Person mittels EGS-Zweibock-Auslegers auf erdgleiche verbracht und an den Rettungsdienst übergeben. Nach dieser erfolgreichen Rettungsübung wurden die Helfer theoretisch im Erkunden von Schadenslagen unterrichtet. Anschließend galt es in mehreren Gruppen das unbekannte Gelände zu erkunden und eine Lagekarte mit Hilfe von taktischen Zeichen zu erstellen. Nachmittags wurden Teile eines einsturzgefährdeten Bunkervorsprungs durch eine dreifach-Holzabstützung gesichert und parallel zwei vermisste Personen aus misslicher Lage gerettet. Die erste Person wurde im weitläufigen, verzweigten und unwegsamen Bunkernetz geortet. Diese wurde mit Hilfe des Abseilgerätes sowohl aus der Höhe, als auch aus der Tiefe zum Bunkerausgang an die Oberfläche gebracht. Die zweite Person wurde anschließend in tiefen Gestrüpp des Waldes durch eine Suchkette gefunden und erstversorgt. Über eine Greifzug-Seilbahn wurde der Verletzte schonend aus den dichten Wald gerettet. Nach Übungsende folgte der nächste Einsatzauftrag! Nach Einsturz eines Betonbauwerkes wurde eine Person in einer Schichtung schwer eingeklemmt. Als erste Maßnahme der Bergungsgruppe wurden Betonplatten durch einen hydraulischen Spreizer angehoben und durch Kreuzstapel ständig unterbaut, um den Verschütteten zu entlasten. Durch weiteres Anheben mit der Zahnstangenwinde konnte ein Zugang zur Person geschaffen werden. Aufgrund der schwere der Verletzungen, konnte die Person nur noch geborgen werden. Am späten Samstag Abend ging es erneut in die Bunkeranlage. Ein Techniker hatte sich bei Wartungsarbeiten in der unterirdischen Belüfungsanlage schwer verletzt. Da dieser die Anlage aus eigener Kraft nicht mehr verlassen konnte, musste dieser durch die 1. Bergungsgruppe gerettet werden. Durch einen fiktiven Dammbruch eines nahegelegenen Stausees drohte die Bunkeranlage vollständig geflutet zu werden. Deshalb hatten die Helfer für die Suche, Ausleuchtung und Rettung der Person nur 20 Minuten Zeit. Durch eine Crash-Rettung konnte die Person bereits nach 15 Minuten aus den engen und niedrigen Bunkergängen gerettet werden. Bei gemütlichem Beisammensein am Lagerfeuer haben die Helfer den erfolgreichen und vielseitigen Übungstag ausklingen lassen.

Am Sonntag wurde am Übungsplatz gemütlich abgebaut und aufgeräumt und anschließend die Heimreise angetreten. Am Nachmittag konnte die volle Einsatzbereitschaft des Technischen Zuges wieder hergestellt werden. Beim Übungswochenende konnten die verschiedensten Einsatzszenarien durch den guten Ausbildungsstand und die umfangreiche technische Ausstattung des Ortsverbandes erfolgreich bewältigt werden. Außerdem hat sich der gute und harmonische Zusammenhalt der Gruppe gezeigt.

Besonderer Dank gilt der Geschäftsstelle Schwandorf für die unkomplizierte Bereitstellung des Übungsgeländes.

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