Mittwoch, 29. März 2017
Notruf: 112

Elektroversorgung kritischer Infrastruktur

Baiersdorf, 31. Oktober 2014

Erst im Februar 2014 hat es sich gezeigt wie sensibel die heutige Infrastruktur ist und wie sehr wir von Elektrizität abhängig sind. Damals unterstütze unsere Fachgruppe Elektroversorgung (FGr E) mit der 250 kVA Netzersatzanlage (NEA) und dem GKW II erfolgreich den THW-Einsatz in Slowenien. Nach heftigen Eisregenfällen war es zu einem flächendeckenden Stromausfall gekommen.

Um die Kenntnisse der Helfer zu vertiefen und auf dem Laufenden zu halten, hieß der Einsatzbefehl der FGr Elektroversorgung: „Übernahme der E-Versorgung einer kritischen Einrichtung wegen Stationsfreischaltung“. Vor dem praktischen Teil der Ausbildung wurden die technischen Besonderheiten für diesen Vorgang theoretisch durchgesprochen. Schließlich sollte diesmal nicht der normale Inselbetrieb gefahren werden, sondern die NEA erst auf das noch vorhandene Netz aufsynchronisiert werden. Nach der Lastübernahme und Trennung vom Ortsnetz sollte dann ebenfalls unterbrechungsfrei wieder rücksynchronisiert werden. Geschäftsführerbereichsübergreifend nahm an dieser Ausbildung, neben neun Baiersdorfer Helfern, auch ein Helfer aus dem Ortsverband Bad Staffelstein teil.

Um das Erlernte auch in der Praxis unter realistischen Bedienungen umzusetzen, machten sich die zehn Helfer mit LKW, NEA und VW-Bus auf zu einem nahegelegenen Baiersdorfer Industriebetrieb. Während der Anlagenbetreiber und der Einsatzstellenverantwortliche die technischen Rahmenbedingungen abklärten sowie die Einspeisemöglichkeiten erkundeten, wurde die Einsatzbereitschaft der NEA hergestellt. Die Anschlussleitungen wurden in kürzester Zeit unter Beachtung der erforderlichen Sicherheitsvorschriften und der notwendigen persönlichen Schutzausstattung angeschlossen. Mit hoher Professionalität erfolgte die Aufsynchronisierung der NEA und die Lastübernahme aus dem Ortsnetz. Ohne Spannungsunterbrechung konnte nun die Einrichtung vom Netz getrennt werden. Wie bei realen Einsatzbedingung kam es auch hier zu Lastschwankungen. Diese erschwerten die Rücksynchronisierung erheblich, denn schließlich soll es im laufenden Betrieb zu keinen Ausfällen der Stromversorgung kommen. Den Helfern gelang es, trotz der Schwierigkeiten, dass sowohl die Auf- als auch die Rücksynchronisierung im laufenden Produktionsbetrieb nicht wahrgenommen wurde. Somit konnte diese Ausbildung der FGr Elektroversorgung erfolgreich beendet werden.

Der THW Ortsverband Baiersdorf bedankt sich recht herzlich bei Firma Stephan Gugel Kunststoffverarbeitung e.K. für die vertrauensvollen Zurverfügungstellung Ihrer Firmenanlage.

  • DSC_0004
  • DSC_0008
  • DSC_0027
  • DSC_0029
  • IMG_6479
  • IMG_6490
  • IMG_6499
  • IMG_6535
  • IMG_6551

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Ortsverband Baiersdorf
Königsberger Straße 32
91083 Baiersdorf

Tel: 09133 3450
Fax: 09133 603024
E-Mail: ov-baiersdorf@thw.de

Anfordern des THW Baiersdorf

NOTRUF 112 - ILS Nürnberg 
Alarmierung des Fachberaters THW Baiersdorf
(Zeitkritische Anforderung)

09133 3450
(Nicht zeitkritischen Angelegenheiten)

Das THW im Landkreis Erlangen-Höchstadt

Als Ansprechpartner des Technischen Hilfswerks steht Ihnen im Landkreis Erlangen-Höchstadt der Ortsverband Baiersdorf zur Verfügung. Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes.