Freitag, 23. Juni 2017
Notruf: 112

Einsatzübung: Absturz eines Kleinflugzeuges

Baiersdorf, 25. April 2014

„Alarm für das THW, Ortsverband Baiersdorf! Absturz eines, mit bis zu 5 Passagieren besetzten, Kleinflugzeuges im Waldstück zwischen Baiersdorf und Röttenbach.“ So lautete der Übungsalarm für den Technischen Zug des Ortsverbandes Baiersdorf am Freitag, den 25. April 2014, um 19:13 Uhr.

Nur wenige Minuten später rückten 22 Mann mit MTW (Zugtruppfahrzeug), GKW I, GKW II mit Lichtmastanhänger (LiMa, 100 kVA) und Sprinter (MLW V) zur Einsatzstelle ab. Am Einsatzort wurde nach der Lageeinweisung durch den Zugführer der erste Einsatzauftrag erteilt. Es galt ein weitläufiges Waldstück mittels Suchkette nach verletzten/ toten Personen zu durchsuchen und Flugzeugtrümmer aufzuspüren. Wegen der Größe und des dichten Bewuchses des Waldstückes wurde hierfür die gesamte Manpower benötigt. Im Verlauf der Suchmaßnahmen konnten etliche Flugzeugtrümmer, darunter auch die Blackbox, gefunden und markiert werden. Außerdem wurde durch die Helfer eine tote Person entdeckt und geborgen.
Nachdem der erste Suchabschnitt abgearbeitet war, wurde den THW-Kräften durch die Einsatzleitung ein zweites Suchgebiet zugewiesen. Parallel dazu musste durch 3 Helfer der 2. Bergungsgruppe die Infrastruktur für einen Verletzten-Versorgungsplatz hergestellt werden. Hierfür wurde das Aggregat des Lichtmastanhängers in der Betriebsart „Nullung“ geerdet und eingemessen. Der Platz wurde dann anschließend durch die LiMa und mit Hilfe von Heizwiderständen mit Strom, Licht und Wärme versorgt. Im zweiten Suchabschnitt wurde währenddessen im dichtesten Geäst eine bewusstlose Person gefunden und erstversorgt. Die Helfer der 1. Bergungsgruppe leuchteten die Fundstelle mit dem Lichtmast des GKW I (10 m Lichtpunkthöhe) aus und retteten die Person über eine Seilbahn aus dem unwegsamen Gelände. Für den Abtransport der verletzten Person musste durch die 2. Bergungsgruppe ein Helikopterlandeplatz weitflächig ausgeleuchtet werden. Hierfür wurde durch die Mannschaft des Sprinters ein geeigneter Landeplatz ausgekundschaftet. So wurde in ca. 2,5 km Entfernung eine größere Wiese gefunden. Mit der Ausrüstung des GKW II wurde eine 35 m mal 70 m große Fläche blendfrei ausgeleuchtet, wodurch eine Helikopterlandung ermöglicht wurde.

Bei dieser Übung konnten die Bergungsgruppen ihre Leistungsfähigkeit beweisen und die gestellten Aufgaben problemlos meistern.

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